Die Geschichte des Kurortes Bad Gögging begann mit den Römern. Im Jahre 15 v.Chr. eroberte Feldherr Claudius Tiberius (Adoptivsohn des Kaisers Augustus) das Alpenvorland und stieß mit seinen Truppen bis an die Donau vor.

Der Raum um Bad Gögging, dessen vorwiegend keltische Bevölkerung kaum Widerstand leistete, erwies sich als strategisch wichtig und wurde somit zu einem der Stützpunkte der Legion. Was den Römern sehr entgegen kam, war die Tatsache, dass sie in dieser Gegend auch viele Schwefelwasserquellen vorfanden. Da den Römern die Heilkraft des Schwefelwassers von ihren etruskischen Stammlanden her schon seit Jahrhunderten vertraut war, wurde diese auch sehr schnell von ihnen genutzt.

Ein Beweis für den bis dahin schon regen Badebetrieb in Bad Gögging ist es wohl, dass Kaiser Marcus Ulpius Trajanus während seiner kurzen Amtsperiode etwa 110 n. Chr. beschloss, der Garnison am gleichen Ort und auf teils sogar eigene Kosten eine erstaunlich umfangreiche Schwefelwasser-Thermalanlage zu bauen. Ausgrabungen ergaben, daß diese Anlage etwa 60 mal 30 Meter maß und mit allen "Raffinessen" römischer Badekultur ausgestattet war. Von da an begann der erste Höhepunkt der Bad Gögginger Badegeschichte.

Mit dem Abzug der römischen Truppen ab ca. 400 n. Chr. versanken die Bad Gögginger Badeanlagen im Dunkel der Geschichte. Es ist nicht bekannt, ob sie den Hunneneinfall 450 n. Chr. überstanden haben.

Erst eine Reihe von Urkunden aus dem Mittelalter zeigen dann wieder auf, daß die heilkräftigen Quellen von Bad Gögging nicht in Vergessenheit geraten waren. Der erneute Aufschwung von Bad Gögging begann, als Herzog Ludwig der Reiche von Landshut 1470 mit Erfolg die Bad Gögginger Schwefelquellen aufsuchte. In der Folge waren es nicht nur die Herren von Adel und die wohlhabende Bürgerschaft der Städte rundum, sondern in zunehmendem Maße auch die Landbevölkerung, die zur Kur nach Gögging kamen.

1505 wurde der Ort und die Badanlagen von den Gegnern Herzog Albrechts IV. völlig niedergebrannt. Während des Dreißigjährigen Krieges fielen die Kriegsvölker beider Parteien mehrfach raubend und brennend über den Ort her. In der Folge herrschte 1634/35 die Pest, welche die Bevölkerung auf ein Viertel reduzierte. Kaum ein Jahrhundert später brachte dann der spanische Erbfolgekrieg, 1702-1714, neue Verwüstungen und im österreichischen Erbfolgekrieg 1740-1745, erging es dem Ort nicht viel besser. Erst zum Ende des 19. Jahrhundert, kam der Badebetrieb wieder zu einem neuen Aufschwung.

Dass Gögging durch den Bescheid des Bayerischen Staatsministeriums vom 30.6.1919 den offiziellen Bäderstatus erhielt und seither den Namen Bad Gögging führt, ist zweifellos das Verdienst des 1880 entstandenen Kurhauses "Römerbad" und des 1913 gegründeten Kurhauses "Trajansbad" Diese beiden Häuser und das 1959 entstandene "Kurheim Eichschmid" waren es auch, welche die örtlichen Moorgründe für die Therapie erschlossen. Die wirtschaftliche Wiedergesundung nach dem Zweiten Weltkrieg leitete die Entwicklung zum heutigen Bad Gögging ein. Immer mehr neue Pensionen und Gasthäuser wuchsen rundum die Kurhäuser aus dem Boden und füllten sich mit Heilungsuchenden auch aus allen Regionen Deutschlands.

Am 15. Juni 1974 etablierte sich der "Zweckverband Bad Gögging" und bereits im Mai 1976 wurde im Areal des künftigen Kurzentrums eine Bohrung angesetzt, die aus 650 m Tiefe eine wertvolle Natrium - Hydrogencarbonat - Clorid - Quelle zutage brachte. Am 21. Dezember 1979 öffneten sich die Tore der "Limes-Therme", der würdigen Nachfahrin der ehemaligen römischen Badeanlagen. Nach zwei Erweiterungen in den Jahren 1984/85 und 1989/90 mit einer zweiten Thermal-Bohrung ist die Therme heute nicht nur eine echte Attraktion für Kurgäste wie Erholungssuchende, sondern auch der Mittelpunkt von Bad Gögging. Inzwischen wird in Bad Gögging von der gemütlichen Pension bis hin zum 5-Sterne-Hotel alles geboten, was den Aufenthalt zu einem wirklichen Erlebnis werden läss

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